So hilft Caritas Aargau in der Coronakrise

28.04.2020
Kurzarbeit, Verdienstausfall, drohende Schulden aufgrund der Corona-Massnahmen: Caritas Aargau berät Personen, die jetzt besonders betroffen sind und leistet Nothilfe, wenn staatliche Stellen nicht greifen. Die aktuelle Medienmitteilung.
Aarau, 28.4.2020 Medienmitteilung
Armutsbetroffene Menschen im Kanton Aargau zu unterstützen, ist der Auftrag von Caritas Aargau. Die Coronakrise bringt aktuell viele Menschen, die bereits zuvor am Rand des Existenzminimums lebten, in Notsituationen. Caritas Aargau berät Betroffene an den sieben Standorten der Kirchlichen Regionalen Sozialdienste und leistet subsidiäre Nothilfe, wenn staatliche Stellen nicht greifen. Dank Geldern aus der Sammlung der Glückskette kann Caritas Aargau noch mehr Betroffenen helfen.

Auch Caritas Aargau muss aufgrund der Coronakrise ihr breites Angebot zugunsten Armutsbetroffener teilweise anpassen und zeitweise aussetzen. Zu gewohnten Zeiten erreichbar sind jedoch die Kirchlichen Regionalen Sozialdienste (KRSD) des katholischen Hilfswerks, die verteilt an sieben Standorten im Kanton Aargau, für Hilfesuchende präsent sind. Menschen in finanziellen oder sozialen Notlagen können sich an diese Anlaufstellen wenden und werden dort von Sozialarbeitenden professionell beraten.

Die KRSD sind aktuell gefragt.
Zunehmend melden sich bei den KRSD Personen, deren Probleme durch die Coronakrise ausgelöst oder verschärft wurden. Oft handelt es sich um Working Poor, die bereits zuvor am Rand des Existenzminimums lebten. Verdienstausfälle und der Verlust der Arbeitsstelle führen dazu, dass das ohnehin knappe Einkommen den Lebensunterhalt nicht mehr deckt und Rechnungen nicht mehr bezahlt werden können. Viele Familien und Alleinerziehende sind betroffen.

Indes gibt es eine grosse Solidarität der Bevölkerung mit Menschen, die durch die Coronakrise in Notlagen geraten sind. Nicht zuletzt dank Spendengeldern der Glückskette, die über Caritas Schweiz in die Regionen verteilt wurden, kann Caritas Aargau aktuell zusätzlich Betroffene unterstützen.

Wer kann sich jetzt an Caritas Aargau wenden?
Die Kirchlichen Regionalen Sozialdienste (KRSD) sind eine erste Anlaufstelle bei vielschichtigen Problemen. In den Sozialberatungen wird Armutsbetroffenen ein offenes Ohr geliehen und gemeinsam werden Wege aus der schwierigen Situation gesucht. Viele Betroffene sind mit der Bürokratie überfordert und brauchen Unterstützung bei Behördeneingaben, wie beispielsweise Sozialhilfeanträgen.
Wenn keine anderen staatlichen Hilfen möglich sind, leistet Caritas Nothilfe. Caritas Aargau kann zu diesem Zweck beispielsweise Einkaufsgutscheine für Lebensmittel ausgeben oder einmalige Überbrückungsfinanzierungen leisten, um eine drohende Verschuldung abzuwenden. 

Hilfesuchende aus dem Kanton Aargau können sich an einen Kirchlichen Regionalen Sozialdienst in ihrer Region wenden.
www.caritas-aargau.ch/sozialberatung 

Gerne stehen für Fragen und weitere Auskünfte bereit: 
Emil Inauen, Co-Bereichsleiter KRSD und Stv. Geschäftsleiter CARITAS Aargau, Tel. 079 359 58 03, ei@caritas-aargau.ch
Annick Grand, Co-Bereichsleiterin KRSD, Tel. 062 837 06 18, ag@caritas-aargau.ch