Seit 50 Jahren für das Miteinander engagiert – Caritas Aargau feierte ein grosses Jubiläumsfest

12. Juni 2022

Zu ihrem 50-jährigen Bestehen veranstaltete Caritas Aargau am Samstag unter dem Motto «50 Jahre für das Miteinander» ein grosses Jubiläumsfest. Rund 500 Besucherinnen und Besuchern wurde auf dem Areal der Pfarrei Peter und Paul in Aarau ein buntes Programm für alle Altersgruppen geboten. Beim offiziellen Festakt in der Kirche würdigten der Aargauer Kirchenratspräsident Luc Humbel sowie Regierungsrat Jean-Pierre Gallati das Engagement des regionalen Hilfswerks.
«Unser Jubiläumsfest soll unser 50-jähriges Bestreben für ein Miteinander im Kanton Aargau sichtbar machen und ist ein Dankeschön an alle, die sich für ein Zusammenleben in einer gerechten und solidarischen Gesellschaft engagieren.», sagte Fabiennte Notter bei ihrer Ansprache auf der Bühne. Caritas Aargau hatte Mitarbeitende, Freiwillige, Ehemalige und Begünstigte, Unterstützer*innen und Politiker*innen sowie alle Interessierten zu dem festlichen gemeinsamen Anlass eingeladen.
 
Die rund 500 Besucher*innen genossen die Auswahl an eritreischen, syrischen, tibetischen sowie kamerunischen Gerichten und die Angebote des Grillstandes, der Bars und des von der Landeskirche organisierten Cafés mit Gelateria. Auch liessen sie sich von dem afrikanischen Tanz, den albanischen Songs, einer Salsa-Tanzschow, Gitarrenmusik aus Südamerika und souligen Klängen des Bühnenprogramms mitreissen. Und so wurde am Samstag bei sommerlichem Wetter gefeiert, getanzt und gelacht.
Für die jüngsten Gäste war mit einer Kinder-Eisenbahn, Karton-Häuser-Bemalen und Kinderschminken bestens für Spiel und Spass gesorgt.
 
 
Offizieller Festakt  
 
Geschäftsleiterin Fabienne Notter bedankte sich zu Beginn des offiziellen Festakts in der Kirche bei allen, die dazu beigetragen haben, dass Caritas Aargau heute eines der wichtigsten Hilfswerke im Kanton Aargau sei. Sie dankte zudem den Menschen, die Caritas in ihrer täglichen Arbeit das Vertrauen schenkten. Oft seien diese Begegnungen nicht nur ein Geben, sondern auch ein Nehmen: «Denn die Menschen mit ihrem Rucksack an Lebenserfahrung sind eine Bereicherung und öfnnen uns mancherorts die Augen».
 
«Macht euch endlich überflüssig!»
Nach einem kurzen Rückblick auf die Geschichte der Caritas Aargau formulierte Beat Niederberger, Präsident Caritas Aargau, provokativ: «Die Caritas sollte alles dafür tun, dass sie überflüssig wird».
Dieses Ziel habe die Caritas in den letzten Jahren nicht erreicht: Durch die zunehmende Polarisierung in der Gesellschaft gerieten immer wieder Menschen unter die Räder und gingen vergessen. Caritas leiste daher nach wie vor unverzichtbare Aufgaben.
Er dankte den Trägern und Unterstützer*innen der Caritas Aargau, allen voran der Römisch-Katholischen Landeskirche und den Kirchgemeinden, sowie namentlich dem Kanton Aargau, den Freiwilligen und den aktuell 70 Mitarbeitenden.
 
«Diakonie at its best»
Luc Humbel, Präsident des Kirchenrates der Römisch-Katholischen Landeskirche des Kantons Aargau, erinnerte in seiner Rede an die bereits 1901 gegründete Caritas Schweiz als «Mutter» der Caritas Aargau. Caritas Schweiz habe 1972 den wesentlichen Anstoss für die Gründung der Caritas Aargau gegeben. Sinnbildlich für die gelungene Zusammenarbeit von Landeskirche und Caritas sei das Erfolgsmodell der Kirchlichen Regionalen Sozialdienste (KRSD), die im ganzen Kanton dort helfen, wo der Staat sich aus seiner Verantwortung herausgenommen habe – da zeige sich Diakonie «as its best».
 
«Caritas Aargau hat viel zu tun.»
Regierungsrat Jean-Pierre Gallati gratulierte Caritas Aargau im Namen des gesamten Regierungsrates zum 50-jährigen Jubiläum. Caritas Aargau habe viel zu tun. So habe sich das Hilfswerk unter anderem gerade in den vergangen zwei Jahren der Corona-Krise durch Beratungen und Überbrückungszahlungen sehr engagiert . Gallati verwies auf die sehr gute Kooperation zwischen Caritas und dem Kanton Aargau, die sich im Rahmen des Kantonalen Integrationsprogramms, bei diversen Projekten und Kursen zeige. Das neueste Beispiel sei die Zusammenarbeit zwischen dem Kantonalen Sozialdienst und der Caritas Aargau bei der Betreuung von Gastfamilien für Geflüchtete aus der Ukraine. Abschliessend verwies Gallati auf die Freiwilligenarbeit als eine tragende Säule in der Gesellschaft und dankte allen, die Hilfsbereitschaft zeigen.
Stellvertretend für die über 450 Freiwilligen von Caritas Aargau kamen auch zwei von ihnen während des Festaktes zu Wort.
 
Zum Abschluss des bunten, grossen 8-stündigen Jubiläumsfestes gestaltete der Gemeindeleiter Burghard Förster zusammen mit Caritas Aargau abends einen besonderen Familien- und Festgottesdienst.